14/05/2019

Warum ich kein Jö-Bonusclub-Mitglied bin

In jeder Billa-Filiale wird man angesprochen: "Sind Sie schon Mitglied im Jö-Bonusclub?". Die armen Mitarbeiter. Vermutlich stellen die Mitarbeiter diese Frage mehrere hundert mal pro Tag. Selbst in den Medien wird man damit ständig konfrontiert. Auf den ersten Blick mag das ja wieder eine tolle Sache sein, auf den zweiten Blick aber schaut es laut VKI nicht so gut mit dem Kundenbindungsprogramm aus.

Für mich ein Grund, einen Standard-Artikel und VKI-Bericht aufzugreifen und meinen Beitrag für die kritische Gesundheitsbildung zu tun.

Früher war es so, dass ich meine Bankmatkarte auch als Billa-Card verwendet habe. Bei so manch einem Einkauf von rund 12 Euro durfte ich dann einen 10% Rabatt einlösen. Ich habe mich immer sehr darüber gefreut. Jetzt gibt es diese Möglichkeit nicht mehr, die bessere Variante soll die Jö Bonus Card für die sogar unser "Kaiser Robert Heinrich I" wirbt.

Das VersprechenKonsumenten haben es schwer

Früher konnte ich die Vorteile nur beim Billa nützen, jetzt sind mehr Vertragspartner dabei: Bipa, Merkur, OMV-Tankstellen, Pagro, Libro usw. Die Werbestrategie ist aufgegangen, mehr als 1.000.000 Menschen konnten bereits erfolgreich für das Kundenbindungsprogramm geworben werden. Bis zum Ende des Jahres 2019 sollen es dann mehr als 3.700.000 Menschen sein.Vielleicht ist diesen Menschen aber nicht ganz klar, dass uns diese Firmen nichts schenken wollen, sondern unsere Daten brauchen. Daten sind schließlich die neue Währung unserer Zeit. Facebook und Co zeigen das ja bereits zur Genüge vor. Haben Sie außerdem gewusst, dass mit Hilfe von 72 Likes auf Facebook Ihre Persönlichkeit schon ziemlich genau bestimmt werden kann? Ja, die wissen alles über Sie. Sie haben der Auswertung Ihres Verhaltens auf Facebook mehr oder weniger zugestimmt - Cambridge Analytica hat den Rest erledigt. Warum also darf es der REWE-Konzern nicht auch machen?

Jeder Einkauf wird protokolliert und ausgewertet, dementsprechend folgen dann die Rabattmarkerl. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) ist dementsprechend skeptisch und für Konsumenten wird es beim Einkauf noch schwerer.

Der Kunde hat aber die Wahlmöglichkeit, wenn es um die exklusiven Vorteile und Aktionen geht. Wer dem sogenannten "Profiling" zustimmt, bei dem werden die Teilnahmedaten und Einkaufsdaten zusammengeführt und ausgewertet. Diese Analyse ermöglicht es dann, dass zielgenaue Angebote bzw. personalisierte Werbung im Posteingang landet. Wer also Schema F beim Einkaufverhalten entspricht, der bekommt auch die Schema F-Werbung. Sie müssen dem Profiling aber nicht zustimmen, die Daten werden aber im Hintergrund trotzdem gesammelt. Dem Standard-Bericht zur Folge ist der Jö Bonus Club aber sehr daran interessiert, die Privatsphäre des Kunden zu schützen und zu wahren. Dementsprechend werden auch keine Daten an Dritte verkauft.

Die Konkurrenz spielt nicht mit

Folgt man den Aussagen der Handelskette Spar, so kaufen die Kunden nicht aufgrund von Sammelpunkten ein, sondern weil der Preis in Geschäft X passt. Preis-Leistung müssen einfach passen. Das System mit Kundenkarten ist zumeist für die verschiedenen Shops teuer - warum sparen wir uns das nicht und machen faire Preise.

Jeder sollte sich daher überlegen, wann es sinnvoll ist, seine Daten völlig unreflektiert an Dritte zu geben. Kaum jemand liest die Nutzungsbedingungen und somit braucht sich am Ende auch keiner beschweren, wenn die anderen über einen alles wissen. Warten wir ab, was noch alles passiert. Vorerst habe ich mich dagegen entschieden, die vielen Vorteile zu nützen.

Quelle: https://www.konsument.at/joe-bonusclub

Letzte Änderung am 14/05/2019
Alexander Riegler Wohlfühl-Challenge

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