Artikel nach Datum gefiltert: Juli 2016

Immer wieder halten Patienten die Krebsfrüherkennung für nützlicher, als sie wirklich ist. Selbst dann, wenn objektive Daten dagegen sprechen.

Für regen Unmut unter den US-Bürgern hat 2011 gesorgt, dass das US Preventive Services Task Force basierend auf statistischen Erhebungen davon abgeraten hat, weitere allgemeine Prostatakrebs-Screenings durchzuführen. Der Grund war, vielfach wurden Männer unter teils schweren Nebenwirkungen behandelt und das, obwohl ihnen der vorhandene Krebs niemals Beschwerden bereitet hätte.

Dieser Beitrag geht weniger auf den eigentlichen Begriff Screening ein, viel mehr möchte ich den Fokus auf die verbesserte Kommunikation legen und ihnen Studien-Ergebnisse über die Effektivität des PSA-Screeings in Form eines Beispiel näher bringen. Die Grafiken (Quelle: Harding Center) dienen der besseren Veranschaulichung.PSA Screening Tabelle, Harding Center

Beispiel: Stellen sie sich vor, es gibt in einem großen Raum zwei Gruppen mit je 1000 Männern über 50 Jahren. Die eine Hälfte der Männer entschließt sich dazu, zum Screening mittels PSA-Test zu gehen, die anderen 1000 nehmen diese Leistung nicht in Anspruch. In der Screening-Gruppe befinden sich im Gegensatz zur anderen Gruppe 20 Männer, bei denen der Screening-Test ein positives Ergebnis angezeigt hat. Dies hatte zur Folge, dass diese behandelt wurden, obwohl sie gar nicht an diesem Krebs gestorben wären — siehe Abbildung oben, 20 unnötige Diagnosen bzw. unten rechts dargestellt in Form der blauen Kreise mit x (Quelle: Hardingcenter).

Nachdem wir uns früher damit beschäftigt haben, was Health Literacy bzw. Gesundheitskompetenz bedeutet und warum diese Themen für uns wichtig sind, widmen wir uns heute Schritt für Schritt der Verbesserung dieser wichtigen Kompetenz.

Zuvor aber rufen wir uns noch einmal die Definition von Health Literacy in Erinnerung, laut Ilona Kickbusch ist „Gesundheitskompetenz die Fähigkeit des Einzelnen, im täglichen Leben Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken – zu Hause, in der Gesellschaft, am Arbeitsplatz, im Gesundheitssystem, im Markt und auf politischer Ebene. Gesundheitskompetenz ermächtigt Personen zur Selbstbestimmung und zur Übernahme von Gestaltungs- und Entscheidungsfreiheit bezüglich ihrer Gesundheit. Sie verbessert die Fähigkeit, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen und Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen“ (Kickbusch, 2006).

Für uns ist heute in erster Linie die Fähigkeit, Gesundheitsinformationen zu finden, von Bedeutung. Erst wenn wir über vertrauenswürdige und hochwertige Informationen verfügen, sind wir in der Lage richtige Entscheidungen zu treffen. Ein Beispiel dazu: Würden Sie ein Auto kaufen, nur weil es möglicherweise Ihre Lieblingsfarbe hat? Nein, vermutlich informieren Sie sich auch hier über entsprechende Kosten wie Verbrauch, Instandhaltung oder Versicherungen. Erst nachdem Sie alles wissen, treffen Sie eine Entscheidung. In Bezug auf Ihre Gesundheit sollte und wird es nicht anders sein, erst wenn Sie wissen, welche Konsequenzen mögliche Entscheidungen mit sich bringen, können Sie die richtige treffen. Somit sind Sie auf hochwertige Informationen angewiesen.

Wie Sie diese finden können, das schauen wir uns jetzt an.

Gerade weil es um Ihre Gesundheit geht, sollten Sie nicht auf minderwertige oder gar falsche Informationen zurückzugreifen. In der heutigen Zeit ist im Gegensatz zu den vergangenen Jahrzehnten nicht mehr der mangelnde Zugang zu medizinischen Informationen das Problem, sondern viel mehr sind wir durch das Internet mit einem Überangebot konfrontiert. Die Fülle des Angebotes bringt auch eine große qualitative Streuung mit sich. Der interessierte Leser bzw. wir als Konsumenten von Informationen sind gefordert, eigenständig jene Seiten herauszufiltern, die seriöse Informationsangebote zur Verfügung stellen.

 

Suchmaschinen wie Google, Bing oder auch Yahoo sind innerhalb weniger Zehntelsekunden in der Lage, Tausende von Treffern anzuzeigen. Dabei gilt es aber zu bedenken, dass diese Suchmaschinen im Hintergrund nicht nach der angebotenen Informationsqualität reihen, sondern anhand unterschiedlichster, zum Teil sogar geheimer, Logarithmen.

 

Eine unspezifische Suchabfrage, beispielsweise mit dem Suchbegriff Gesundheit liefert in 0,13 Sekunden 297 Millionen Treffer. Wir können dabei aber nicht davon ausgehen, dass gerade die ersten vier Treffer für uns am Wesentlichsten sind.

 

Informationssuche

Fünf Schritte zur hochwertigen Information

1. Wie wir gesehen haben, können uns die Suchmaschinen die Suche nach Informationen erleichtern, gleichzeitig erschweren Sie uns aber aufgrund der Vielzahl der angezeigten Treffer die Auswahl. Daher sollten wir uns bereits vor der eigentlichen Suchabfrage Gedanken über den Suchbegriff machen. Warum? Je genauer wir den Suchbegriff wählen, desto weniger aber relevantere Treffer werden uns angezeigt. Ein Beispiel aus dem Alltag gefällig? Angenommen, ein Bekannter wird Sie in Kürze auf einer stark befahrenen Straße mit seinem roten Auto abholen kommen. Damit er Sie gleich erkennen kann, sollten Sie ihm zuwinken, wenn Sie ihn sehen. Was glauben Sie, wie viele rote Autos werden in der kurzen Zeit an der stark befahrenen Straße an Ihnen vorbei fahren? Viele! Leichter wäre es daher, wenn Ihr Bekannter Ihnen eine genauere Beschreibung seines Autos (z.B.: roter alter Kombi mit Anhänger und einer weißen Seitentür) mitgeben würde. Ähnlich verhält es sich auch bei den Suchmaschinen, den Gesundheit ist ein sehr breiter Begriff, der sich auf vielen Internetseiten in unterschiedlichsten Kontexten finden lässt.

Womöglich suchten Sie gar nicht nach „Gesundheit“ im engeren Sinne, sondern etwas über Ihre Allergie und wie Sie diese erfolgreich behandeln können. Daher ist es ratsam, noch bevor Sie eine Suchabfrage beginnen, zu überlegen, auf welche Frage Sie eine Antwort haben wollen. Dementsprechend sollte dann der Suchprozess gestaltet werden.

2. Suchen Sie vertrauenswürdige Webseiten auf! Das ist nicht so schwierig wie es klingt. Überlegen wir einmal, wer könnte am ehesten daran Interesse haben, gute Informationen ohne Hintergedanken zu verbreiten? Richtig, es sind vor allem Behörden und Universitäten oder allgemeiner formuliert, öffentliche Stellen. Wir erkennen diese Anbieter an Ihrer Adresse (Domain-Endung). Ein Beispiel dafür ist das österreichische Gesundheitsportal unter www.gesundheit.gv.at. In diesem Fall steht „.gv“ für Government bzw. Behörde und „.at“ für Österreich. In gewisser Weise gelten auch jene Seiten als einigermaßen vertrauenswürdig, die über ein Gütesiegel verfügen. Welche Arten es in diesem Zusammenhang gibt, darüber informiert Sie der nächste Newsletter. Es sei aber bereits an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass auch das Vorhandensein eines Gütesiegels oder einer sonstigen Auszeichnung fehlerhafte Informationen nicht gänzlich ausschließt.

 

3. Vertrauen Sie Ihrem eigenen Hausverstand. Trotz aller Auszeichnungen oder Gütesiegel können immer wieder Informationen zu finden sein, die Ihnen gleich auf den ersten Blick suspekt vorkommen. Nachdem die Informationen, die wir im Internet finden, von Menschen erstellt worden sind, kann es trotz aller Sorgfalt immer wieder passieren, dass fehlerhafte Einträge zustande kommen. Fehler können und werden auch in Zukunft immer unsere Wegbegleiter sein, darüber sollten wir uns bewußt sein, denn eine vollkommene Sicherheit wird es keinem Bereich geben. Sollten Sie daher der Meinung sein, dass das Gefundene nicht stimmen oder möglicherweise negative Auswirkungen auf Ihre Gesundheit haben kann, dann ignorieren Sie derartige Empfehlungen!

 

4. Wie bereits zuvor angesprochen, passieren Fehler oder Sie finden Empfehlungen, die sich in keiner Weise mit Ihren bisherigen Erfahrungen decken. Grundsätzlich ist es nicht nur bei Unregelmäßigkeiten, sondern auch im täglichen Leben empfehlenswert, eine zweite Meinung einzuholen, in unserem Fall, eine zweite Webseite zu kontaktieren. Auf diese Weise kontrollieren Sie Ihre bisher gefundenen Informationen und gleichzeitig ergänzen Sie Ihr Wissen durch das zusätzliche Angebot. Achten Sie aber darauf, dass die zweite Seite unabhängig von der erstbesuchten Seite ist. Daher nicht unbedingt den Links (Verknüpfungen) folgen.

 

5. Auch der letzte Punkt ist wesentlich! Ihre gefundenen Informationen dürfen niemals dazu dienen, sich eine eigene Diagnose zu erstellen und darauf aufbauend eine Therapie mit selbst gekauften Medikamenten zu starten. Für manche der Leser mag das selbstverständlich sein, für andere aber womöglich nicht. Besprechen Sie schwer verständliche Informationen mit dem Arzt Ihres Vertrauens, denn kein vorhandenes Informationsangebot kann das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt ersetzen. 

 

Im Leben eines Menschen gibt es einen ständigen Wechsel zwischen Gesundheit und Krankheit. Mit Hilfe unserer individuellen Gesundheitskompetenzen sind wir aber vielfach in der Lage, die entsprechenden Beeinträchtigungen selbständig zu meistern. Ausgehend von der Tatsache, dass beinahe fast alle Österreicher zum Zeitpunkt der Geburt gesund sind, treten im Laufe der Zeit trotz allem immer wieder Probleme auf, die die Konsolidierung eines Gesundheitsexperten notwendig machen. Warum aber verzeichnen die Krankenhausambulanzen laufend einen größeren Zustrom an Hilfesuchenden?

Das Laiensystem

Zum Laiensystem gehören die persönlichen, nichtmedizinischen Beratungs- und Behandlungssysteme, worin man sich gesundheitliche Ratschläge holt. Das können somit Familienmitglieder, Freunde aber genauso auch Bücher oder das Internet sein. Mithilfe dieser Ressourcen können laut internationalen Studien ca. 80-90 Prozent der gesundheitlichen Beeinträchtigungen gemeistert werden.

Immer wieder versucht uns die Werbung klar zu machen, wie sehr ein probiotisches Joghurt unsere Verdauung und unser Immunsystem fördern kann. Es stellt sich aber die Frage, ob unser Körper bei normaler Ernährung eine solche Unterstützung überhaupt braucht und ob nicht ein normales Joghurt den gleichen Effekt erzielen kann. Triff eine kluge LebensmittelauswahlDieser Beitrag dient der Verbesserung Ihrer Gesundheitskompetenz.

Wissenschaftler haben sich jetzt die angepriesenen immunfördernden Bakterien genauer angesehen. Univ. Prof. Dr. Jürgen König vom Institut für Ernährungswissenschaften in Wien ist davon überzeugt, dass die aggressive Werbung zumindest grenzwertig ist, denn das probiotisches Joghurt überhaupt einen positiven Einfluss auf das menschliche Immunsystem hat, ist noch nicht eindeutig erwiesen. Immer wieder werden die Joghurts mit Milch verglichen und nicht mit einem anderen fermentierten Michprodukt. Ein derartiger Vergleich sollte nicht zulässig sein, denn es handelt sich hierbei um ganz unterschiedliche Produkte.

Elmadfa Ibrahim et. al haben 2006 im Fachjournal Annals of Nutrition & Metabolism (50, 282 ff) einen Bericht über die vergleichende Wirkung von konventionellem Joghurt und einem probiotischen Joghurt mit dem Bakterienstamm Lactobacillus casei defensis verfasst. Die Ergebnisse waren ernüchternd, im Blut der Testpersonen (jungen gesunden Frauen) kam es zu einem minimalen Anstieg weißer Blutkörperchen (T-Lymphozyten). Eine effektive Immunantwort zeigte sich aber trotzdem bei beiden Testgruppen. Es kann daraus geschlossen werden, dass sowohl der Verzehr von probiotischen als von konventionellen Joghurts vermutlich zu einer Aktivierung der weißen Blutkörperchen bzw. zu einer verbesserten Immunabwehr führen.

Hinlänglich sollte bekannt sein, wie sich lecker aussehende Tortenstückchen auf den Körper auswirken.

Aufgrund der ständig steigenden Anzahl an übergewichtigen und adipösen Personen in unserer Gesellschaft spricht die WHO bereits vom Auftreten einer Epidemie. Da mittlerweile jedes fünfte Kind in Österreich von diesem Problem betroffen ist, ruft es die Notwendigkeit hervor, sich genauer mit den Gründen, welche dafür verantwortlich sein können, auseinanderzusetzen.

Neben der genetischen Disposition gibt es eine Vielzahl von Determinanten, die sich negativ auf die Entwicklung von Übergewicht auswirken können. Zu den wohl bekanntesten zählen hier die weit verbreitete Inaktivität und die vielfach falsche Ernährung. Wenn der Fokus auf Kinder gelegt wird, kommt eine weitere bisher kaum beachtete Variable hinzu, der hohe Konsum von Medien wie beispielsweise TV oder Spielkonsolen. Die Nutzung derartiger Medien zählt mittlerweile zur liebsten Freizeitbeschäftigung, wodurch vorwiegend die sportlichen Aktivitäten an der frischen Luft in den Hintergrund gedrängt werden. Während des Medienkonsums werden häufig in unkontrollierten Mengen ungesunde Lebensmittel konsumiert, wobei es sich in erster Linie um salzige, süße und fettreiche Produkte, die oftmals während den Kindersendungen beworben werden, handelt. Damit sich die Kinder besser an beworbene Produkte erinnern können, greifen Werbestrategen zu verschiedenen Mitteln. Eine davon ist die ständige Präsenz des Produktes auf verschiedenen Sendern, eine andere der Einbezug von Zeichentrickfiguren und Action-Cartoons in Kombination mit leicht merkbaren Werbeslogans. Der Erfolg dieser Strategien ist offensichtlich, da beinahe 90 Prozent der getesteten Kinder in einer Studie in der Lage waren, Werbeslogans zu vervollständigen und das dazu beworbene Produkt zu benennen (Glogauer, 1998).

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